Für Schmuckzwecke wird Gold hauptsächlich mit den Metallen Silber,
Kupfer, Palladium und Nickel legiert. Durch Zugabe von etwa 20% Palladium oder
Nickel verblasst die schöne Goldfarbe zu einem schmuddeligen grau: man bekommt
Weißgold. Es ist von Natur aus so unansehnlich, dass die fertigen Schmuckstücke
meist noch
So heißen Verfahren, die mit einer Salzlösung und elektrischem Strom
arbeiten, hauptsächlich um ein Metall aus der Lösung auf einem
Gegenstand abzuscheiden. Galvanik läßt sich aber auch zum Ätzen
oder Polieren einsetzen.
galvanisch
mit einer Schicht aus
Ein weißes Edelmetall der Platingruppe; wird hauptsächlich zum
Rhodinieren verwendet.
Rhodium
überzogen werden.
Nickel-Weißgold ist sehr hart, so dass es sich nur
schwer von Hand
Umformung eines Metallstücks durch schlagartige Krafteinwirkung.
schmieden
lässt. Entsprechend unbeliebt ist es bei den Goldschmieden.
Weißgold sieht man fast nur an Juwelenschmuck, wo es in
Verbindung mit Diamanten eine etwas unterkühlte Pracht entfaltet.
Da viele Menschen auf Nickel allergisch reagieren, soll Nickel-Weißgold
nicht mehr zu Schmuck verarbeitet und zum Kauf angeboten werden.
Platin oder Palladium
sind bessere Alternativen.
In
Eine Mischung aus mindestens einem Metall und einem oder
mehreren anderen Elementen, meist ebenfalls Metallen.
Der Hauptbestandteil der Legierung heißt Grundmetall, alle
anderen absichtlich beigefügten Bestandteile Zusätze.
Unerwünschte oder zufällige Begleiter sind Verunreinigungen.
Legierungsbildung ist nur möglich, wenn die Zusätze
sich bei der Produktionstemperatur im Grundmetall lösen.
Legierungen
mit Silber und Kupfer bleibt die Goldfarbe mehr oder
weniger erhalten. Silber macht das Gold blasser, Kupfer roter.
Beide zusammen (etwa zu gleichen Teilen) verändern die Farbe am wenigsten,
wenn auch mit sinkendem Goldanteil der Farbton zum Messing tendiert.
Die unterschiedlichen Färbungen der Goldlegierungen von weiß über grün-gelb
bis rötlich lassen sich als Gestaltungsmittel einsetzen. Manchmal wirkt ein
Farbstein in Verbindung mit einer passenden Goldfarbe besonders schön.
Die gebräuchlichsten Goldlegierungen bei uns in Deutschland sind
750/000 feine Goldfarbe, gute Festigkeit,
leicht zu verarbeiten
585/000 nicht ganz so schön, härter,
gut geeignet für Gussteile
333/000 eigentlich eine Kupferlegierung,
Farbe messingartig, nicht korrosionsfest
Seltener verwendet wird
900/000 Münzgold, satte Goldfarbe, weich
Der Goldgehalt (Feingehalt) der Legierungen wird heute
in Tausendstel Masseanteil Gold in der Legierung angegeben.
Früher benutzte man bei uns wie noch heute in USA die Einheit Carat.
24 Karat entsprechen dem reinen Gold,
8 Karat sind folglich 333/000.
Karat im Sinne von Feingehalt ist nicht zu verwechseln mit der Masseeinheit
Karat (0,2 Gramm) bei Edelsteinen, die weiterhin verwendet wird.
Die Kennzeichnung von Gegenständen aus Edelmetallen erfolgt durch Einschlagen
der Feingehaltszahl und ist, zumindest in Mitteleuropa, sehr zuverlässig.
Der Hersteller, der an seinem Marken- oder Meisterzeichen erkennbar ist,
haftet für die Korrektheit.
Eine sehr willkommene Folge des Legierens ist die Abnahme der
Dichte (g/cm³).
Ein Ring, der in Feingold ausgeführt 10 g
wiegen würde, benötigt als 585er Legierung nicht etwa
5,85 g Gold, sondern tatsächlich nur 4,1 g,
weil er mit insgesamt 7 g deutlich leichter ausfällt.
Der Volumenanteil (und der Anteil der Atome) des Goldes sinkt dementsprechend
auf ca. 39% ab.
Dasselbe Stück würde in 333/000 nur noch 1,8 g Gold erfordern,
und das ist für den Hersteller natürlich eine verlockende Perspektive
besonders dann, wenn die Fertigungskosten niedrig sind.
Doch leider - hier ist es nicht anders als sonst im Leben: zu viel Wasser
verdirbt den besten Kaffee und zu viel Kupfer das Gold.
Diese goldarmen Legierungen sehen so wenig nach Gold aus, dass man sie nur
mit einer Vergoldung anbieten kann. Besonders bei Ringen ist das
nichts, was auf Dauer Freude macht.
Ich verarbeite Legierungen ab 585/000 aufwärts bis zum Feingold
mit Bevorzugung von 750/000, weil es oft das beste Preis/Leistungs-Verhältnis
bietet.